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Fischzucht in Teichen

Die Fischzucht in Teichen hat eine lange Tradition. So stammen erste Berichte über die Zucht von Karpfen in China bereits aua dem 5. Jahrhundert vor Christus. Auch in Ägypten wurdenFische vor unserer Zeitrechnung in Teichen gehalten. In der römischen Geschichte werden erstmals 60 n. Christus Hälterteiche für Fische erwähnt. Als Teiche bezeichnet man in der Fischzucht ablassbare Gewässer. Der Wasserstand wird mit Staubrettern über den sogenannten „Mönch“ geregelt. Bei Süßwasserfischen ist auch heute noch die Zucht in Teichen die Regel.Generell kann man bei Friedfischen, also den nicht räuberischen Fischarten, zwischen der extensiven und der intensiven Form der Zucht unterscheiden. Bei der extensiven Form ernähren sich die Fische von dem natürlichen Nahrungsangebot in den Teichen an tierischem-und pflanzlichem Eiweiß. Bei der intensiven Form wird mit Getreideschrot, Lupinen oder auch pelletiertem Futter zugefüttert.


Karpfenzucht 

Karpfen sind wärmeliebende Fische. Karpfenteiche sind daher in der Regel flache Gewässer mit Tiefen bis zu 1,5 m. Meistens handelt es sich um Teiche ohne nennenswerten Durchflussan frischem Wasser. Unter mitteleuropäischen Klimabedingungen erreichen Karpfen bis zum Ende des ersten Lebensjahres ein Gewicht von 30 – 50 g, am Ende des 2. Lebensjahres von 250 – 400 g und am Ende des 3. Jahres als Speisefisch ein Gewicht von 1200 – 1500 g.Die bei uns verbreiteten Arten sind der Spiegelkarpfen und seine Wildform der Schuppen-karpfen. Seltener findet man die chinesischen Arten wie Graskarpfen oder Amur.

Forellenzucht

ForellenzuchtAngepasst an die natürlichen Lebensbedingungen der Fische, sind Die Teiche für Forellen schmal, langgestreckt und werden von reichlich Wasser durchströmt. Das Futter ist besonders hochwertig, als Eiweißträger dienen ausschließlich marine Rohstoffe. Die für die Zucht meistens verwendete Regenbogenforellen – lat. Oncorhynchus mykiss – haben nach ca. 15 Monaten ihre Speisefisch Größe und ein Gewicht von  350 g erreicht.

Die Erbrütung von Fischeiern

Zum erbrüten von Forellen, Saiblingen und anderen Salmoniden,- lachsartige Fische-   werden aus der Zucht Elterntiere selektiert. Zur Geschlechtreife werden die weiblichen Fische gestreift. Durch leichten Druck auf den Bauch streift man die Eier in eine trockene Schüssel. Dann wird in entsprechender Weise von den Männchen das Sperma, die sogenannte Milch gewonnen.Die Eier und das Sperma werden vorsichtig vermischt und Wasser beigegeben. Erst im Wasser erhalten die Spermien ihre Fähigkeit, sich zu bewegen und ein Ei zu befruchten. Dazu sind sie kaum mehr als eine Minute in der Lage. In dieser Zeit müssen sie die „Mikropyle“,die Eintrittsöffnung im Ei gefunden haben.Die beftuchteten Eier werden dann in einem Bruthaus in gut strömenden Wasser erbrütet. Dabei gibt es verschiedene Systeme, Kalifornische Bruttröge, Brutschränke oder sogenannteZugergläser. Das Prinzip beruht im wesentlichen darauf, die Eier von unten mit frischem sauerstoffreichem Wasser zu umspülen. Die Eier sind dabei ständig in Bewegung, sie kleben nicht zusammen, was ihre Entwicklung beenden würde. Die Eier der lachsartigen Fische –Salmoniden- sind lichtempfindlich und werden daher im Bruthaus abgedeckt.In den Bruttrögen werden die kleinen Fische nachdem sie ihren Dottersack verloren haben,angefüttert. Diese schwommfähige Brut wird dann in Brutrinnen oder Rundstrombeckenumgesetzt. Wichtig ist dabei wieder die Versorgung mit frischem Wasser. Die Strömungob lang oder rund, hält die Fische wie in der Natur, ständig in Bewegung. Diese Bewegungsenergie fördert die Kondition und die Verdauungsaktivität. Forellen habeneinen hohen ernährungsphysiologischen Anspruch an das Futter, sind dafür aber auchhervorragende Futterverwerter. Man kann mit gut einem Kilo Futter ein Kilo Zuwachserreichen.

Aufzucht zum Setzling

Als Setzling bezeichnet man Jungfische die zum Besatz in Teichen oder Gewässern verwendet werden. Setzlinge sind im Allgemeinen 3 – 6 Monate alt. Da die heranwachsendenJungfische besondere Anforderungen an ihren Lebensraum stellen, sind dazu besondere Einrichtungen nötig. Flache gut durchströmte Naturteiche, oder Becken mit kontrollierter Wasserführung. Die Setzlinge werden meist von Hand gefüttert, der erfahrene Fischzüchtersieht am Verhalten seiner Schützlinge ihr Wohlbefinden.


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